Danceclusion 2018

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Und darum geht´s!

Projektverlauf

Am 3 November von 10-17 Uhr fand der Danceclusion Contest 2018 unter der Haltung eines inklusiven Gedankens in der vereinseigenen Halle in Hellern statt.
Getanzt wurde in 10 Tanzkategorien die den Fokus auf bestimmte Schwerpunkte legte (z.B. bestes Outfit, schönste tänzerisch erzählte Geschichte).
Das J-Team kümmerte sich zu Beginn der Veranstaltung um das Check-In aller Tänzer/innen und das Befestigen der Einlassbänder. Die komplette Zeit der Tanzkategorien lang begleiteten sie das Programm als Preisteam und übergaben die Pokale an die Kategoriensieger. Sie kümmerten sich um die Verpflegung der Wertungsrichter, halfen ihnen mit dem Verständnis für das Wertungskonzept und rechneten das Endergebnis aus. Zum Schluss verteilten sie mit Begeisterung die Medaillen an alle Tänzer/innen.

Außerdem hatte sich das J-Team selbst noch eine Kleinigkeit fürs Turnier ausgedacht: die Mädels gestalteten eine Fotoecke mit Fotobooth, um ein schönes Erinnerungsfoto zu machen und richteten eine Nachrichtenpinnwand ein, an der sich die Gruppen gegenseitig Nachrichten hinterlassen konnten.
Den Abschluss bildete der gemeinsame Tanzflashmob, den die Anleiterin ebenfalls zuvor mit dem J-Team geübt hatte und somit auch an diesem Punkt die Mädchen mit vorne Vortanzen durften.

Zielsetzung & Methoden

Für alle offen und attraktiv sein, die ihre Leidenschaft im Tanz gefunden haben! Keine Angst vor dem Gedanken des „Nicht-gut-genug“-Seins zu haben! Der Fokus auf dem tänzerischen Austausch und dem neugierigen Entdecken von Neuem gelegt anstatt dem Leistungsdruck und Konkurrenzkampf in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Haltungen sollte die Konzeption des Danceclusion Contests von Anfang an vermitteln. Umgesetzt wurde dies u.a. durch das Vermeiden der Kategorisierung nach bestimmten Tanzstilen, Alterskategorien oder der Platzierung vom ersten zum letzten Platz. Vielmehr wurde in ausgewählten Tanzkategorien performt, die ihren Fokus auf den Ausdruck, die Improvisationsfähigkeit, einem kulturellen Hintergrund des gezeigten Tanzes oder dem Bewegen mit einem Objekt wie z.B. eines (Roll-) Stuhles, legte.

Der Schwerpunkt richtete sich demnach nicht auf die perfekte Tanztechnik, Synchronität oder einem hohen tänzerischen Niveau, sondern u.a. auf die Beziehung zwischen den Tänzern, der Vielfalt in der Gruppe oder der überzeugensten tänzerisch erzählten Geschichte durch Bewegung. Die Pokale wurden direkt nach den Kategorien vergeben und für jeweils ein Sieger gekürt – Verlierer gab es an diesem Tag also keine. Die offizielle Siegerehrung, mit Medaillenübergabe für alle, fand feierlich am Ende der Veranstaltung statt. Inklusiv und vielfältig zusammengesetzt war auch das Wertungsrichterteam in dem keine ausgebildeten Wertungsrichter oder Menschen mit besonderer tänzerischer Expertise vertreten waren, sondern aus ganz unterschiedlichen Menschen bestand, die mit ihrer individuellen Sicht auf die Choreografien blickten und, nach ihrem individuellen Empfinden, die Formationen, Solos und Duos der jeweiligen Tanzkategorie kürten. Das Wertungsrichterteam setzte sich über den Tag verteilt aus den „Goldies“ der Helleraner Seniorengruppen, einer Vertreterin der Sportjugend Osnabrück, zwei jungen Mädchen, zwei Menschen mit einem kulturellen Hintergrund und zwei Jugendlichen mit geistiger Behinderung zusammen.


Auch die Einlassbänder sollten ein Zusammengehörigkeitsgefühl transportieren. Gab es doch beim Danceclusion keine Startgebühren, sollte das erinnernde Band am Handgelenk jedoch nicht fehlen. Außerdem steht es für Kommunikation. Üblich ist es, das Armband als Erinnerung länger zu tragen und vielleicht trifft man den Einen oder Anderen nochmal im Alltag und erkennt sich anhand des Armbandes und kann sich über die gemeinsam erlebte Erfahrung austauschen.

Erfahrungen & Ergebnisse

Außer einer Erwachsenenformation, handelte es sich bei den teilnehmenden Gruppen um Kinder- und Jugendgruppen aus unterschiedlichen Vereinen und Institutionen. Neben Menschen mit Behinderungen oder außergewöhnlichen Tanzstilen, bekamen in diesem Kontext Tänzer/innen die Chance auf jede Art und Weise ihre Liebe zum Tanz ausdrücken zu dürfen, auch wenn das z.B. bedeutete, einfach zur Musik zu improvisieren. Durch den starken Einsatz und die Präsenz des J-Teams über den ganzen Turniertag hinweg, wurde eine große Aufmerksamkeit auf die Partizipation der Jugendlichen gelegt. Es war ihr eigenes Turnier. Neben dieser Wahrnehmung von Außen, förderte das Projekt den Zusammenhalt des J-Teams selbst natürlich auch. Mit Begeisterung und Verantwortungsbewusstsein übernahmen die Mädels alle ihnen zugetragenen Aufgaben, waren zuverlässig und kreativ, bei ihrer Gestaltung ihrer beiden kleinen Projekte.

Vorteile

Schlussfolgerung & Perspektive

Das Projekt hat auf das Angebot für Jugendliche im Vereinssport aufmerksam gemacht und ist durch die besondere Konzeption für alle Gruppen geeignet gewesen. Es entstand während des Tages ein Miteinander, kein Gegeneinander. Durch den starken Einsatz von Seiten des J-Teams kann man sagen: Das war ihr Tanzturnier. Den ganzen Tag begleiteten sie alle Tätigkeitsfelder mit Engagement, Zuverlässigkeit und dem Gespür, wo gerade eine helfende Hand gebraucht wird.

Sie haben Lust auf mehr bekommen und möchten im nächsten Jahr noch mehr tolle Projekte mit ihrem J-Team starten. Der “Nachwuchs” wartete bereits aufgeregt darauf, auch alt genug zu sein um beim J-Team des SV Hellern mitmachen zu dürfen.

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Für allgemeine Informationen und Anfragen zu den Vereinshelden wende Dich bitte an:

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