Vereinsfahrt nach Norddeich

Jugend    Nachhaltigkeit   

Darum geht’s!

Projektverlauf

07. Juni: Abfahrt mit dem Bus an der IGS Sporthalle in Fürstenau um 14:45 Uhr, Ankunft in Norddeich an der Jugendherberge um 17:45 Uhr, gemeinsames Abendessen, allgemeine Organisation (Zimmer- und Kleingruppeneinteilung), Tshirts verteilen und Betten beziehen, sowie Losung der Lieder für den Abschlussabend (Hadashi-Dance), ab 19:30 Uhr Kennenlernspiele (“Visitenkarte” und “Kartenrücken”) und Gruppenspiel “Werwölfe”, Spaziergang zum Strand, 21:30 Uhr Bettruhe, danach Abendbesprechung (nur Betreuer: Plan für den nächsten Tag)

08. Juni: 07 Uhr Morgenappell: Bundeswehr, 07:45 Uhr gemeinsames Frühstück, währenddessen Zimmerolympiade (zwei Leiter, die die Zimmer auf Sauberkeit, Ordnung und Kreativität prüfen und Punkte vergeben), 10 Uhr Treff zur Stadtrallye (Safari-Abzeichen an vier Stationen, Quizfragen zur Umgebung, Ausrüstung: Stadtplan, Lunchpaket), ab 16 Uhr Freizeit und Übungsphase für Hadashi-Dance, 17:45 Uhr gemeinsames Abendessen, 18:30- 21 Uhr Schlag den Leiter (Kinder gegen Betreuer in 17 verschiedenen Challenges, angelehnt an “Schlag den Raab”), 21:30 Uhr Nachtruhe, danach Abendbesprechung (Reflexion des Tages, Plan für nächsten Tag)

09. Juni: 07:00 Morgenappell: Frühsport, 07:45 gem. Frühstück, 10:00 geführte Wattwanderung mit Michael, 13:00 säubern, Mittagessen, dabei Planung Nachtwanderung, Duschen + Umziehen für Casinonachmittag (Abendkleidung), 15:30 Uhr Beginn (verschiedene Glücks- und Kartenspiele, Preis für den Sieger), 17:45 Uhr Abendessen in Abendkleidung, 18:45 Uhr: Aufnahme von zwei neuen Mitglieder in unser J-Team, 20 Uhr Nachtwanderung in zwei Gruppen, 21:30 Uhr Nachtruhe, Abendbesprechung (s.o.)

10. Juni: 07:30 Uhr Morgenappell: Polonese, ab 8 Uhr: aufräumen und üben für Hadashi-Dance, 12 Uhr gemeinsames Vertilgen der Lunchpakete, währenddessen Wattquiz und Urkunden der Wattwanderung, danach bis 17:30 Uhr freie Verfügung in den Kleingruppen (Eisessen, Spielplatz, Üben, Outfits planen), 17:30 Uhr gemeinsames Grillen, 20 Uhr Hadashi-Dance (angelehnt an Let’s Dance, Publikum: alle TN und Betreuer + externe Gäste aus der JHB, Pokalübergabe), Feedbackrunde mit allen, Siegerehrung Zimmerolympiade, 21:30 Uhr Nachtruhe, danach Abendbesprechung (Auswertung der Fahrt)

11. Juni: 07:00 wecken, Zimmer räumen, Frühstück, Abfahrt 09:00, Ankunft: 14:00, Koffer auspacken, Abschied

Zielsetzungen & Methoden

Mit verschiedenen Kennlernspielen sollten mögliche Distanzen zwischen Unbekannten abgebaut werden und die Einteilung in Kleingruppen sollte den altersübergreifenden Zusammenhalt stärken. Die Fahrt im Ganzen sollte den Kindern und Jugendlichen zeigen, dass Bewegung und Sport (auch außerhalb der Judomatte) Spaß macht. Um das zu erreichen, sollten bei der Stadtrallye neben dem Safari-Abzeichen verschiedene Bewegungsaufgaben gelöst werden. Dass Sport im Teenager- bzw. Erwachsenenalter nicht weniger Spaß macht, wollten wir vermitteln, indem die Gruppenleiter und Betreuer “jeden Quatsch” mitmachen sollten.
Pädagogisch wertvoll sollte vor allem unser Casinonachmittag sein, bei dem es um den verantwortungsvollen Umgang mit Geld geht, und die Kinder abwägen , welchen Einsatz sie zu welchem Risiko einsetzen. Wir als J-Team wollten neue Mitglieder anwerben und sie dazu animieren, mit uns gemeinsam Projekte zu planen und durchzuführen. Dazu wollten wir als J-Team uns vorstellen und Möglichkeiten aufzeigen, welche Projekte möglich sind und wie wir gemeinsam daran planen. “Ich habe etwas bewegt. Ich habe etwas geleistet. Ich bin für mich selbst einen Schritt weitergekommen.” Das sollte der Satz sein, den die Kinder am Ende des Tages bzw. der Fahrt sagen können, weil sie ihre eigene Persönlichkeit etwas vorangetrieben bzw. sich für andere eingesetzt haben. Außerdem war ein großes Ziel für uns, dass alle Kinder und auch wir ein paar sorgenlose Tage mit sehr viel Spaß verbringen um aus dem Alltag rauszukommen.
Während der weiteren Planung haben wir uns noch weitere Ziele gesteckt:
Durch das (von den Eltern gewünschte) Technikverbot, sollten die Kinder lernen, auch ohne Smartphone und co. keine Langeweile zu bekommen und ihr Zeit sinnvoll zu nutzen. Zusätzlich sollten sie so bei der Stadtrallye lernen, Karten zu lesen und sich zu orientieren. Durch das gemeinsame Essen dreimal am Tag sollte ein fester Tagesablauf geschaffen werden, der den Teilnehmern zeitliche Orientierung gibt. Selbsteinschätzung und die Stärkung des Gruppengefühls sowohl bei den TN als auch bei den Betreuern sollte beim Spiel “Schlag den Leiter” gefestigt werden, bei dem die Kinder und die Betreuer den passenden Kandidaten aussuchen mussten, um am Ende die meisten Punkte einzuspielen. Das Spiel Hadashi-Dance, bei dem die Kleingruppen inkl. Gruppenleiter Lieder losen und dazu eine Choreografie auf die Beine stellen mussten, sollte vor allem die Bereitschaft stärken, mit anderen eine Aufgabe zu bewältigen, sowie Ausdauer, Motorik, Kreativität, Disziplin und Rhythmus. Das Verteilen von Pokalen für JEDEN, sollte den Tag mit einem Erfolgserlebnis und somit einem guten Gefühl enden lassen.

Weiterentwicklung

Erfahrungen & Ergebnisse

Im Großen und Ganzen haben wir die meisten Ziele erreicht, die auf unserem Plan standen. Von den geplanten Kennlernspielen mussten wir nur zwei spielen, um alle miteinander bekannt zu machen, sodass jeder wusste, wen er ansprechen muss. Den Großteil der Zeit in Norddeich haben wir in Bewegung verbracht, wir mussten werfen, springen und jede Menge Kilometer machen, um die Stadtrallye, das Safari-Abzeichen, die Wattwanderung und die Nachtwanderung zu bewältigen. Auch beim Hadashi-Dance musste jeder einzelne von uns sein mehr oder weniger gut ausgeprägtes Tanztalent auf die Bühne bringen. Eines der Highlights war wohl der Tanz zu Michael Jacksons Thriller von unserem 2. Vorsitzenden Martin, sowie Stefanie und Mareike aus dem J-Team.

Beim Casinonachmittag war erstaunlich oft zu hören “das macht ja voll süchtig” oder “einmal setze ich jetzt noch”. Viele Kinder waren im Nachhinein erstaunt, wie schnell man in den Genuss kommt Gewinn zu machen, aber auch wie schnell es passieren kann, dass man viel oder sogar alles verliert. Für viele war es das erste Mal, überhaupt Glücksspiel zu sehen, erst recht selbst daran teilzunehmen und in der abschließenden Besprechung haben viele TN gesagt, dass sie das im “echten Leben” und mit echtem Geld nicht wiederholen wollen, da die Wahrscheinlichkeit zu verlieren zu hoch ist. Ein anderes Ziel im Umgang mit Geld wurde leider nicht erreicht.

Von den 10€ Taschengeld, war bei einigen Kindern am Montag nicht mehr genug übrig, um ins Schwimmbad zu gehen, weil sie ihr Geld unnötig für Softdrinks oder teure Souvenirs ausgegeben hatten. Das Ziel, sich ohne Navigationssystem in Norddeich zurechtzufinden hat bei manchen Kleingruppen schlechter, bei anderen besser funktioniert. Einige Gruppen haben den richtigen Weg auf Anhieb gefunden, eine andere musste von einer Station zurück geschickt werden, weil sie in die komplett falsche Richtung gelaufen war.

Die Abendveranstaltungen (Schlag den Leiter und Hadashi-Dance) waren das Highlight des Tages. Bei Schlag den Leiter, haben die TN leider nicht immer die passendsten Personen ausgesucht, sodass das Betreuerteam mit knappem Vorsprung gewinnen konnte. Trotzdem hatten auch die Kids jede Menge Spaß und Ehrgeiz bei den Wettkämpfen gegen die Leiter. Für Hadashi-Dance hatten die Gruppen bei jeder Gelegenheit die Möglichkeit zu üben. Das krönende Finale am Abschlussabend waren dann die Tänze der einzelnen Gruppen, bei dem ohne Ausnahmen alle mitgezogen haben. Das Ziel, welches für uns als J-Team am relevantesten war, haben wir gleich doppelt erreicht.

Mit Ajana und Alexander konnten wir zwei motivierte neue Mitglieder gewinnen, die uns nun bei der Planung weiterer Projekte tatkräftig unterstützen. Alle anderen Ziele wurden erreicht, an Pünktlichkeit und Disziplin arbeiten wir noch 😉

Schlussfolgerung & Perspektive

Das Projekt hat uns allen, Teilnehmern wie auch Betreuern jede Menge Spaß gebracht. Zudem konnten wir zwei neue Mitglieder für unser J-Team gewinnen, die Spaß daran haben, mit uns gemeinsam Projekte zu planen und durchzuführen. Außerdem konnten wir das Vertrauen vieler Eltern gewinnen, die uns durchweg positives Feedback gegeben haben. Die Kinder haben gelernt, Aufgaben und Probleme selbstständig zu bewältigen, Rücksicht auf ihre Mitmenschen und Umwelt zu nehmen, eventuelle Fehler selbst zu reflektieren und ohne Benutzung von Technik ihren Alltag zu bewältigen.
Wir als Young-Yuko haben gelernt, als Team gemeinsam zusammenzuhalten, einen Tagesablauf zu organisieren und eventuell zu verändern, die “neueren” konnten sich zusätzlich besser in die Ansichten der Kinder hineinversetzen.
Alles in allem konnten sowohl die TN als auch das Betreuerteam fünf Tage aus dem Alltag herauskommen und eine schöne Zeit zusammen genie

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